Brandschutzkonzepte
Bei größeren Bauvorhaben sind die Maßnahmen im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes
oft sehr umfangreich. Neben der baulichen Ausführung müssen Brandrauchentlüftungen, erste und
erweiterte Löschhilfe, Brandmeldeanlagen, organistorischer Brandschutz, usw.
berücksichtigt und definiert werden.
Für den Bauherren, aber auch für die Behörden stellt sich das Problem, dass die
Brandschutzmaßnahmen auf viele einzelne Fachbereiche aufgeteilt sind.
Der Elektroplaner plant die Brandmeldeanlage, der Haustechnikplaner die
Wandhydranten, der Architekt legt die Brandabschnitte fest usw.
Die Problematik bei dieser Vorgehensweise ist, dass die Brandschutzmaßnahmen
untereinander oft nicht abgestimmt sind, oder auf einzelne Details manchmal vollkommen
vergessen wird.
Oft können konventionelle Brandschutzeinrichtungen und moderne Architektur (z.B. offene Gestaltung
mit vielen Glasflächen) nur sehr schwer kombiniert werden. Durch die ganzheitliche Betrachtung in
Form eines Brandschutzkonzeptes können hier jedoch mitunter Lösungen im Sinne von
"gleichwertigem Abweichen" definiert werden, welche sich besser in das Gebäude integrieren
lassen, und vor allem aber auch kosteneffizienter bei der Errichtung und im laufenden Betrieb sind.
Aus diesen Gründen sollte ein durchdachtes Brandschutzkonzept fixer Betandteil jeder Einreichung größerer
Bauvorhaben sein. Ein Brandschutzkonzept stellt aber auch für die Behörden eine wesentliche
Erleichterung der Beurteilbarkeit dar und ist bei professioneller Ausführung ein Garant für
abgestimmte und funktionierende
Brandschutzmaßnahmen. Aus diesen Gründen ist bei größeren
Bauvorhaben ein Brandschutzkonzept meist verpflichtend vorgeschrieben.
Was ist ein Brandschutzkonzept?
Ein Brandschutzkonzept ist im wesentlichen eine Auflistung und Beschreibung aller Einrichtungen
und Maßnahmen,
welche bei einem Bauprojekt den Brandschutz und die Personensicherheit betreffen.
Aber auch die Gesetze, Normen und Richtlinien welche zur Anwendung gelangen müssen definiert sein.
Idealerweise ist dem Brandschutzkonzept ein Brandschutzkonzeptplan beigeschlossen, dieser
ist im wesentlichen mit einem Brandschutzplan
vergleichbar, zusätzliche Angaben wie z.B. maximale
Fluchtweglängen oder Personenanzahlen können auch enthalten sein.
Die wesentlichen Inhalte sind:
Schutzzieldefinition
Gebäude und Umgebungsanalyse
Baulicher Brandschutz
Anlagentechnischer Brandschutz
Organisatorischer Brandschutz
Abwehrender Brandschutz
Fluchtwegsituation
Technische Dokumentation und wiederkehrende Prüfungen
Vorteile eines Brandschutzkonzeptes
Da das gesamte Bauprojekt bei der Brandschutzkonzepterstellung als eine Einheit gesehen wird,
sind die Brandschutzmaßnahmen auch entsprechend untereinander abgestimmt.
Dies hat den Vorteil, dass einerseits Baukosten gespart werden können, indem z.B. "überflüssige"
Brandschutzmaßnahmen vermieden werden, andererseits können spezielle architektonische
Forderungen (z.B. offene Gestaltung mit vielen Glasflächen) leichter umgesetzt werden.
Für die Behörde stellt ein Brandschutzkonzept eine sehr gute Beurteilungsgrundlage in
Bezug auf Brandschutz und Personensicherheit dar. Optimalerweise ist ein Brandschutzkonzept
so detailiert und vollständig ausgeführt, dass im Bau- bzw. Gewerbeverfahren fast keine
Auflagen mehr notwendig sind und somit ein rascher Verfahrensverlauf gewährleistet ist.
Inhalt eines Brandschutzkonzeptes
Ein Brandschutzkonzept kann z.B. folgende Themen beinhalten:
Allgemeine Beschreibung
Schutzzieldefinition
Beschreibung der baulichen Ausführung
Rauch- und Wärmeabzugsanlagen
Erste- und erweiterte Löschhilfe
Automatische Brandmeldeanlage
Brandfallsteuerung
Sprinkleranlage
Fluchtwegsituation
Organisatorischer Brandschutz
Zugang und Aufstellflächen für die Feuerwehr
Löschwasserversorgung
Blitzschutz
....
....
....
Im Brandschutzkonzept müssen auch auf die entsprechenden Normen und Richtlinien
nach denen
vorgegangen oder ausgeführt wird, verwiesen werden.
Z.B. Brandschutzüre EI2 30-C entsprechend ÖNORM EN 13501-2
Ein Brandschutzkonzept enthält aber auch Berechnungen wie z.B. Löschmittelbedarf oder
Rauch- und Wärmeabzugsanlagen.
Ein Brandschutzkonzept für z.B. den Fachhochschulneubau in St. Pölten besteht
in etwa aus 15 klein gedruckten Seiten.
Meine Leistungen
Grundsätzlich kann ich für Sie ein komplettes Brandschutzkonzept basierend auf den Stand der Technik,
gegebenfalls auch in
Verbindung mit einem Brandschutzkonzeptplan erstellen.
Inkludiert ist auch die Berechnung der Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Berechnung der Mittel
der ersten und erweiterten Löschhilfe, Berechnung der Löschmittelversorgung, usw.
Brandrauchsimulationen welche eventuell für die Beurteilung der Brandrauchsituation
in Atrien o.ä. notwendig sind, sowie Evakuierungssimulationen welche gegebenfalls für die Beurteilung
der Fluchtwegsituation in
Veranstaltungszentren
o.ä. benötigt werden, können nicht durchgeführt
werden.
In diesen Fällen kann ich ihnen aber gerne entsprechende Stellen nennen, welche diese
Leistungen anbieten.
Erstellung eines Brandschutzkonzeptes
Der Brandschutzkonzeptersteller sollte in einer möglichst frühen Planungsphase (Gebäuderohentwurf)
miteingebunden
werden. Im Laufe der Konzepterstellung ist neben der engen Zusammenarbeit
mit dem Architekten
und Planern
auch eine laufende Abstimmung mit den Fachplanern (Elektro, Wasser,
Lüftung, Heizung)
erforderlich.
Die Konzepterstellung erfolgt üblicherweise aufgrund eines Pauschalpreisangebotes
und schriftlicher Auftragsvergabe.
In diesem Pauschalpreis ist auch eine bestimmte Zeit an Abstimmungsgesprächen
mit den Planern und Behörden enthalten.
Der Preis richtet sich üblicherweise nach Objektgröße, Nutzung und Berechnungsaufwand.
Das Ziel des Brandschutzkonzeptes ist es die Mindestforderungen der Behörde
und des Brandschutzsachverständigen möglichst ökonomisch und zweckmäßig umzusetzen.
Für weitere Infos siehe auch die AGB.
Haben Sie Interesse an einem unverbindlichen Angebot?
Kontaktieren sie mich - und vereinbaren wir einen Termin!!