Softwareentwicklung

Im folgenden Bereich finden Sie Informationen über Software, welche im Rahmen meiner Tätigkeiten
bei der Feuerwehr entwickelt werden (wurden).
Falls Sie Interesse an ähnlichen Softwarelösungen haben, können Sie mich gerne kontaktieren.


DiEKaMaS
Digitales Einsatz- und Katastrophen Management System

Diese Anwendung wurde (wird) seit dem Jahr 2000 entwickelt. Den Hauptteil stellt das GIS Modul
dar. Hier können die ÖK50 von NÖ, der Stadtplan sowie die Orthofotos (Luftbildaufnahmen) von
St. Pölten dargestellt werden. Informationen wie Hydrantennetz, Kanalnetz, Straßennetz usw.
können zusätzlich zu den Ratserkarten dargestellt werden.
Weiters können mit einem eigenen Lagedarstellungsmodul taktische Zeichen dargestellt werden,
sowie Linien und Formen gezeichnet werden.

Ein wesentlicher Bestandteil des GIS Systems ist die MET Berechnung.
MET = Modell für Effekte mit toxischen Gasen.
Dieses Schadstoffausbreitungsmodell wurde in der Schweiz entwickelt, und hat den Vorteil,
dass mit relativ wenigen meteorologischen Daten sowie der Stofftoxizität eine relativ gute Abschätzung
der gefährdeten Bereiche ermittelt werden kann.
MET ist ein eher konservatives Modell, die nachträgliche Berechnung von zahlreichen Schadstoffunfällen
hat ergeben dass MET jedoch eine sehr gute Grundlage für einsatztaktische Entscheidungen
darstellt.


MET Berechnung in DiEKaMaS (zum vergrößern anklicken)

 

Ein weiteres Modul von DiEKaMaS ist die BLEVE Berechnung.
BLEVE = Boiling Liquid Expanding Vapor Explosion
Eine BLEVE tritt auf, wenn ein Flüssiggastank einem Brandereignis ausgesetzt ist und plötzliches
Behälterversagen eintritt. In der Berechnung werden die Auswirkungen der Druckwelle, welche durch
die Explosion des plötzlich verdampfenden Flüssiggases verursacht wird, beschrieben.


BLEVE Berechnung in DiEKaMaS (zum vergrößern anklicken)

 

Weiters verfügt DiEKaMaS über eine Datenbank in welcher Bertriebe und Organisationen, welche
im Kat-Fall bedeutend sein können, aufgenommen sind. Es können hier die Einträge auch verschiedenen
Szenarien zugeordnet werden, bzw. können auch Materiallisten (z.B. Deko-Materialien) hinterlegt werden.

Da DiEKaMaS in der Vergangenheit auch als Einsatzleitsystem genutzt wurde, sind auch Module wie z.B.
Feuerwehralarmpläne oder ein grafischer Autobahnalarmplan enhalten. Mit der Einführung des Einsatzleitsystemes
"ELDIS" in der Bereichsalarmzentrle St. Pölten werden diese Funkltionen jedoch nicht mehr genützt, bzw. aktualisiert.

Der NÖ Landesfeuerwehrverband nutzt im Rahmen des überörtlichen Schadstoffberatungsdienst ebenfalls den
GIS Teil von DiEKaMaS, welcher unter dem Namen GraSIS (Grafisches Schadstoff Informations System)
den Anforderungen angepasst wurde.

DiEKaMaS ist in Visual Baisc 6.0 programmiert, die hinterlegte Datenbank ist eine Microsoft Access Datenbank.

 


 

Feuerwehr Leit- und Informations System

Bis Ende 2006 wird die Bereichsalarmzentrale St. Pölten komplett erneuert. Es ist geplant in Zukunft die
gesamte Haustechnik über ein intelligentes Touchscreen System zu steuern.

Die wesentlichen Features sind:
Steuerung über zwei gleichwertige Hauptarbeitsplätze (Touchscreen)
Datenübernahme vom Einsatzleitsystem - Auslösung automatischer Routinen (Licht einschalten, Tore öffnen,...) im Einsatzfall
Zentraler Datenprojektor in der BAZ über dem die aktuellen Wetterdaten, Karten und Pläne, Log-Dateien,
die Echtzeit-Bilder der Überwachungskameras und ein sonstiges Videosignal (z.B. TV) dargestellt werden kann.
Datenprojektoren im Umkleideraum und in der Fahrzeughalle zum Darstellen von Informationen zum aktuellen Einsatz

Die Steuerung der Haustechnik erfolgt über CANOpen Bus, die Steuermodule sind in den
direkt in den Schaltkästen platziert. Die CANOpen Module werden über einen redundant
ausgeführten CAN Bus Server angesteuert (Linux Betriebssystem)
Die Touchscreen Workstations, sowie der Videoserver zur Generierung der
Datenprojektor-Oberflächen basieren auf Windows XP.
Der Datenaustausch zwischen den einzelnen Systemen erfolgt über einen eigenen
Communication Server (Linux Betriebssystem) über TCP Socket Verbindungen.

Die Entwicklung des gesamten System erfolgt gemeinsam mit meinem Freund Rainer Schwarz (www.blaxbox.at),
welcher als Linux und Bussystem Spezialist den gesamten hardwarenahen Teil (CAN Server) sowie den
Communication Server auf Linux Basis programmiert.
Der gesamte visuelle Teil basiert auf Windows und wird durch mich programmiert.
Durch diese Zusammenarbeit werden die Vorteile von Linux, welche eindeutig in der Systemstabilität liegt, und
die Vorteile von Windows, welcher in der grafischen Oberfläche liegt, optimal kombiniert.

Die Touchscreen Oberfläche wird intuitiv bedienbar und optisch ansprechend gestaltet,
Funktionen wie z.B. Tor öffnen sind entsprechend animiert.


Vorabversion der Haustechnik Steuerung (zum vergößern anklicken)

Die Touchscreen Steuerung und der Videoserver werden in C#.net entwickelt. Das System
ist sehr flexibel da sämtliche Funktionalitäten in einer MySQL Datenbank gespeichert sind, welche
bei Systemstart eingelesen wird.
Ein Feature sind z.B. selbst entwickelte benutzerdefinierte Buttons, welche z.B. unterschiedliche
Schriftgrößen gleichzeitig darstellen können, aber welche auch Variablen für verschiedene
Zustände und Ereignisse beinhalten.

In Zukunft ist auch geplant über dieses System Daten an Tablet PC's in den Fahrzeugen
zu übertragen, auf welchen bei Brandalarmen z.B. über eine eigene Applikation
die jeweiligen Brandschutzpläne sofort geöffnet werden, bzw. die Einsatzadresse in
ein Navigationssystem übertragen wird.